Archiv für September, 2019

Mehr und bessere Radwege für Rheinhausen

Geschrieben von Manfred Grenzel am in Aktuelles

Mit einem gemeinsamen Antrag treten SPD, Grüne/Die Linke und BL auf der Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen für eine Verbesserung des Radwegenetzes in Rheinhausen ein. Diesen Antrag haben die Fraktionen zusammen mit dem ADFC erarbeitet. Zunächst wird in dem Antrag der Standard beschrieben, der für Radwege gelten soll.

So sollen Radwege keineswegs im sogenannten wassergebundenen Wegebau errichtet werden. Das heißt, sie sollen befestigt sein, keine Splitt- oder Kieswege. Ebenso soll auf die Bauweise als Berg- und Talfahrt ist zu verzichtet werden. Das bedeutet, Ausfahrten von Grundstücken lediglich mit einem abgeschrägten Bordstein versehen und nicht den ganzen Radweg absenken.

Weiter soll auf Absperrpfosten, drehbare Wegesperren und ähnliches auf/vor und nach Radwegen grundsätzlich verzichtet werden. Sollten derartige Sperren unverzichtbar sein, so seien sie so einzurichten, dass breite Lastenräder, Dreiräder, Fahrräder mit Kinderanhänger und Tandems sie problemlos und bequem passieren können.

Ebenso fordern die Fraktionen als Standard, dass sogenannte Schutzstreifen für Radfahrer wie auf dem Flutweg in Höhe der weiterführenden Schulen auszuschließen sind. Denn diese führen zumindest hierzulande lediglich dazu, dass beim Überholen von Radfahrern auf den einzuhaltenden Mindestabstand verzichtet wird. Hier sollen ausschließlich von

Radfahrern zu befahrende und haptisch getrennte Schutzstreifen eingerichtet werden. Und schließlich sollen Fahrradwege nicht durch den Wartebereich von Bushaltestellen führen.

Unter Berücksichtigung dieser Standards wird die Verwaltung gebeten, die regional bedeutsamen Radwege/Radrouten des Service des Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen zu überprüfen und noch in diesem Jahr eine Planung vorzulegen, wann welcher Radweg wie verbessert wird.

Zusätzlich wird die Verwaltung beauftragt, einige Mängel unverzüglich zu beseitigen. Dazu gehört die vom Ministerium für Verkehr des Landes NRW ausgewiesene Radroute parallel zu Lange-/Jägerstraße zwischen Oberfeld und neue Krefelder Straße. Sie sei dringend zu erneuern. Radfahrer fahren über die Wiese, Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren kommen gar nicht zurecht, wie Marcus Mellenthin, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bezirk, zu berichten weiß.

Bemängelt wird auch der Rad-/Fußweg entlang der Moerser Straße, zwischen Wiesenstraße und Römerstraße. Er sei in einem derart schlechtem Zustand, dass Radfahrer auf die Moerser Straße ausweichen. Eine Querungshilfe auf der Römerstraße ist für diesen Weg notwendig, heißt es in dem Antrag. Das Gleiche gilt für Moerser Straße / Höhe Parkstraße. Hier ist nach dem Willen der Antragsteller eine Fufgängerinsel als Querungshilfe notwendig. Zudem soll die Durchfahrt auf der Höschenstraße in Höhe des Hauses Nr. 2 für Radfahrer wieder durchgängig gemacht werden.

Der Fahrradweg durch den Rheinhauser Stadtpark soll entsprechend der genannten Standards hergestellt werden. Er befindet sich in einem desolaten Zustand und wird von Radfahrern gemieden. Ein weiterer Punkt im Antrag. Die vom Ministerium für Verkehr des Landes NRW ausgewiesene Radroute zwischen Herkenweg und Franz-Schubert-Straße in Höhe des Bahnhofs Rheinhausen Ost ist ansatzweise in einen Radweg umzubauen und als solcher auszuschildern. Zur Zeit sind es eher reine Fußwege.

Und schließlich soll die Wiesenstraße zwischen L237 (Zubringer) und Winkelhauser Straße als Fahrradstraße ausgewiesen werden mit dem Zusatz Autoverkehr frei. Dies soll die Gefährdung der Radfahrer durch den KfZ-Verkehr begrenzen.

Als letzten Punkt gibt es noch einen Antrag an den Umweltausschuss als auch den Ausschuss für Wirtschaft Stadtentwicklung und Verkehr: Die Verwaltung wird beauftragt ein Radwegekonzept aufzustellen. Vorbild soll hierbei das Konzept des Landkreises Eichsfeld sein.

SPD, Grüne/Die Linke und BL begründen den Antrag damit, dass Mobilität per Rad einer der Bausteine der Verkehrswende ist. Um eine Grundlage zu schaffen sind unverzüglich die existierenden Radwege aufzuarbeiten als auch neue Radwege zu schaffen.

Töppersee regelmäßig überprüfen

Geschrieben von Manfred Grenzel am in Aktuelles

Mit einem Antrag für die letzte Sitzung der Bezirksvertretung (5. September) sind die SPD,Grüne/Linke und BL dem Wunsch der Brettsegler Rheinhausen nachgekommen, den Toepperse wie andere Gewässer, die zum Baden genutzt werden, auch zu beproben, da gerade die Brettsegler auch im Gewässer schwimmen. Denn auch der Töppersee ist möglicherweise vom Blaualgenbefall in Teilbereichen betroffen. So wurde die Verwaltung gebeten, den Toeppersee in die regelmäßige Gewässerüberwachung -zumindest in den Sommermonaten- aufzunehmen.

Starkregenereignisse und Kanalprüfung im Wasserschutzgebiet – Vortrag in Rumeln-Kaldenhausen

Geschrieben von Manfred Grenzel am in Aktuelles

Am Mittwoch, 18. September,  18:30 Uhr,  lädt der SPD Bezirksverband Duisburg-Rheinhausen zu einer Mitglieder- und Bürgerversammlung in die AWO Rumeln-Kaldenhausen (47239), Kapellener Strasse 24a. Zum Thema „Schutz vor Starkregen und Zustands- und Funktionsprüfung des Kanalnetzes in Trinkwasserschutzgebieten“ wird ein Vortrag von der Verbraucherschutzzentrale NRW angeboten, der von der Referentin Rechtsanwältin Manuela Lierow gehalten wird. Manuela Lierow betreut das Projekt Haus- und Grundstücksentwässerung.

Das Trinkwasserschutzgebiet in Rumeln sollte Ende 2017 auslaufen. Dies hat auch die Kommunalpolitik und die Stadt Duisburg nachhaltig gefordert. Auf  Antrag des derzeitigen Betreibers und der ENNI hat die Bezirksregierung dem Begehren der Stadt Duisburg und der Rumelner Bürger nicht stattgegeben und das Trinkwasserschutzgebiet besteht weiter, so das auch die daraus resultierenden Pflichten, wie Kanalprüfungen bis Ende 2020 umgesetzt werden müssen.

Diese Maßnahmen werden neben dem Schutz vor Starkregen auch in dem Vortrag erläutert. Die Abwasserkanäle im Trinkwasserschutzgebiet müssen auf  Dichtigkeit durch ein zertifiziertes Unternehmen geprüft werden. Wenn Undichtigkeiten festgestellt werden, müssen dies auf Kosten der Eigentümer repariert werden. Hierdurch können im Einzelfall erhebliche Kosten entstehen.